Lothar_Ernst6 Nationen Fischen an der Mosel in Luxemburg Dieser internationale Anglertreff wird gemäß einer speziellen Regelung jeweils von einem Teilnehmerland ausgerichtet, nach Österreich 2013 wurde 2014 Luxemburg beauftragt diesen Treff aus zu richten. Vom 2. bis 5. Juli 2014 trafen sich aus diesem Grund alle Teams an der Mosel bei Remich in Luxemburg. Die deutschen Teilnehmer wurden nach der Sichtung in 2013 vom Nationaltrainer Peter König nominiert. In diesem Jahr kamen hier Lothar Ernst, Uwe Henninger, Christian Goerke, Gerd Beich und Thomas Del Fabro zum Einsatz. Die Mosel bei Remich ist ca. 80 – 100 Meter breit und die Fließgeschwindigkeit ist normalerweise sehr moderat, sie wird aber durch starke Schleusentätigkeit beeinflusst. Wasserstandsunterschiede von bis zu 25 cm sind da keine Seltenheit. Mosel_bei_Remich (1) Die Vorbereitung Als die Einladung zum diesjährigen 6 Länderfischen unsere Teilnehmer erreichte, wurde auch gleich die Information mitgeschickt, dass am Wochenende vor dem eigentlichen Fischen, bereits eine Veranstaltung auf der Strecke statt finden wird. Da ich, Thomas Del Fabro, nur knapp 85km von der Strecke entfernt wohne, nahm ich mir an diesem Wochenende Zeit um mir die Gegebenheiten vor Ort anzusehen und um die andern Angelfreunde darüber in Kenntnis zu setzen. Man konnte schnell erkennen, dass man an der Grundel nur sehr schwer vorbei angeln kann. Fast alle Angler hatten erst gar keine 13m Rute im Gepäck und konzentrierten sich nur auf die Angelei im Uferbereich. Montagen zwischen 8 und 20g waren auf den 4 bis 5m Ruten überall zu sehen. Man konnte schon nach wenigen Minuten erkennen, dass es hier doch sehr große Unterschiede von der Schnelligkeit und der Angeltechnik gab. Mit diesen Informationen starteten wir dann am Mittwoch vor den 6 Länderfischen. Gerd_Beich Der 1. Tag Wie bei internationalen Veranstaltungen üblich, wurden die Boxen im Vorfeld verlost. Am Mittwoch saßen wir im B Sektor. Da es unser erster Tag war wollten wir uns erstmal mit der Hauptfischart auseinander setzen, der Grundel. Wir versuchten unsere Montagen zu Optimieren um auf eine Fang-Stückzahl von 3 Fischen pro Minuten zu gelangen. Das geling uns zu Beginn allerdings nicht. Am späten Nachmittag konnten wir jedoch ein paar Tipps von einem luxemburgischen Offiziellen nutzen und innerhalb von wenigen Minuten konnte jeder von uns die Tipps umsetzen und die Stückzahl konnte auf 3-4 Fische die Minute erhöht werden. In der Nachbarbox saßen die Österreicher, welche zum Teil auf 13m angelten und 2 größere Brassen fingen sowie 3 größere Fische nicht landen konnten. Das war für uns ein Zeichen, dass wir am kommenden Tag auch die 13m Bahn mal etwas genauer beangeln mussten. Uwe_Henninger Der 2. Tag Am Donnerstag durften wir die Außenbox, den späteren E Sektor, belegen. Wir fütterten direkt die 13m Bahn mit an und angelten zuerst alle auf Grundeln. Vereinzelte Versuche einen Bonusfisch auf 13m zu fangen scheiterte jedoch in den ersten 3 Stunden bei jedem von uns. In der letzten Stunde konnte dann Christian Goerke mehrere kleine und einen großen Brassen fangen. Es schien so als ob die Weißfische erst jetzt die Futterplätze gefunden hätten. Jeder konnte nun den einen oder anderen Weißfisch auf der Kopfrute fangen. Nun galt es den richtigen Rhythmus zwischen sicherem Punktesammeln auf Grundeln und dem „Zocken“ auf die Bonusfische zu finden. Während dem wir unser Takel eingepackten, haben die neben uns sitzenden holländischen Angelfreunde auch 3 große Fische verloren und einen Wels von ca. 1m gefangen. Nun wussten wir dass die großen Fische wahrscheinlich doch eine sehr große Rolle spielen sollten. Die Taktik für den 1. Durchgang Wir waren uns einig, dass wir direkt zu beginn ca. 3 Minuten die 13m Bahn kurz beangeln sollten um eventuell den großen Standfisch zu fangen und anschließend auf Grundeln fischen. Im Anschluss sollte jeder seinen Sektor etwas im Auge behalten und für sich selbst entscheiden ob man auf den Bonusfisch angeln musste. Der 1. Durchgang Sektor A5, Gerd Beich, 3720g, Sektor B5, Lothar Ernst, 4700g, Sektor C5, Uwe Henninger, 3320g, Sektor D5, Thomas Del Fabro, 11520g, Sektor E5, Christian Goerke, 4600g, Christian Goerke war der einzigste auf der gesamten Strecke der einen Brassen von 500g zu Beginn fangen konnte. Aber auch er musste gleich darauf erkennen, dass es wirklich der einzigste Fisch war und begann ebenfalls auf Grundeln zu angeln. Da es bei mir und im gesamten Sektor nach ca. 1 Stunde mit den Grundeln fangen nicht so richtig rund lief, versuchte ich erneut mein Glück auf der 13m Bahn und hatte auch gleich einen Kontakt mit einem großen Fisch den ich dann leider verloren habe. Gleich im nächsten Einsatz konnte ich dann eine Güster von 500g landen und ich lag damit schon weit vor der Konkurrenz. Einige weitere Güstern folgten bis der erste ca. 3kg schwere Wels den Weg in sein Netz fand. Nach ca. 3 Stunden konnte ich sogar noch einen 2. Wels fangen. Leider brachten die Erfahrungen, die ich gemacht habe, den anderen deutschen Teilnehmern keinen Bonusfisch. Am Ende des Tages konnte das deutsche Team sich leider nur auf Platz 5 einreihen, obwohl wir mit Abstand das Tageshöchstgewicht gefangen hatten. Der 2. Durchgang Sektor A6, Lothar Ernst, 3160g, Sektor B6, Christian Goerke, 3300g, Sektor C6, Uwe Henninger, 2120g, Sektor D6, Gerd Beich, 1640g, Sektor E6, Thomas Del Fabro, 8420g, Die Taktik lautete wie am Vortag erst einmal auf 13m versuchen einen Bonusfisch zu fangen und anschließend auf Grundeln zu fischen. Ich konnte meinen Endplatz im E-Sektor gleich im ersten Trieb ausnutzen und konnte nach 3 Minuten schon den ersten Wels von ca. 2,5kg einnetzen. Damit war schon einmal klar, dass die anderen nun auch mindestens einen Bonusfisch fangen mussten wenn sie mich noch einholen wollten. In den anderen Sektoren konnten leider wieder keine Bonusfische von unserem Team gefangen werden und sie mussten sich mit Grundeln zufrieden geben. Als der luxemburgische Wiegetrupp auf dem letzten Platz der Strecke ankam, konnte ich unter Beifall aller Teilnehmer meinen Fang zur Waage bringen und ich konnte auch am 2. Tag das höchste Tagesgewicht für mich mit 2 Welsen, 3 kleinen Brassen und reichlich Grundeln verzeichnen. Mit dem Team konnten wir noch eine Platzierung vor rücken und belegte hinter den sehr stark angelnden Holländern mit 17 Punkten, den Italienern mit 33 Punkten und den Schweizern mit 37 Punkten, den 4. Platz mit 39 Punkten, punktgleich mit den Luxemburgern und dem Schlusslicht den Angelfreunden aus Österreich mit 45 Punkten. IMG-20140706-WA0000 Das Fazit Es war sicherlich nicht das was man sich Teammäßig unbedingt erhofft hatte, aber abgesehen vom Ergebnis konnte man doch sehen, dass da schon Potential vorhanden ist und vieles funktioniert um international bestehen zu können. Es fehlt manchmal nur ein bisschen Glück, um sich vom Ergebnis her ganz nach vorne zu bringen. Für uns war es eine tolle Erfahrung mit den anderen Nationen ein freundschaftliches und sehr faires Gemeinschaftsfischen zu haben und um Kontakte zu knüpfen oder weiter zu vertiefen. Bedanken möchte sich das deutsche Team, unter der Leitung von Nationaltrainer Peter König, beim DAFV für die Einladung zu diesem tollen freundschaftlichen Angeln, in einer wunderschönen luxemburgischen Weinberglandschaft, sowie bei Karol Pacyna für die Mückenlarven und bei der Firma Mosella die uns immer mit frischen Ködern unterstützt hat.]]>

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